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Gemeinde Mainaschaff


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Mainparksee


Logo Mainparksee

Der Mainparksee ist mit rund 240.000 qm Fläche ein großes Binnengewässer. Er liegt in den Gemarkungen der Gemeinden Mainaschaff und Kleinostheim. Seine Nähe zum Main, die nahen Spazier- und Radfahrwege und die günstige Verkehrsanbindung machen den See zum idealen Naherholungsgebiet. Die Wassergüte wurde 1997 von der Stiftung Warentest mit "gut" bewertet.

Die Verkehrsanbindung ist geradezu ideal:

... der See liegt unmittelbar am Autobahnanschluss BAB A 3 Aschaffenburg-West (Abfahrt Mainaschaff) und an der vierspurigen Bundesstraße 8 nach Aschaffenburg.

Der Freizeitpark Mainparksee bietet ca. 360 Plätze für Dauer-Camper und weitere 40 für Tages-Camper - alle mit Strom-, Wasser- und Kanalanschluss.

Der Mainparksee gilt als EU-Badegewässer. Diese werden in einem europaweit gleichsam geltenden System und -Rhythmus durch die jeweiligen Gesundheitsämter überwacht. Die Untersuchungs- und Kontrollergebnisse sind gemäß den Vorgaben der Europäischen Union im Internet zu veröffentlichen.

Hier können Sie sich den Mainparksee und die übrigen EU-Badegewässer im Landkreis Aschaffenburg und die dazugehörigen Untersuchungs- und Kontrollergebnisse ansehen.




Freizeit- & Campingplatz Mainparksee
Telefon: 06027 / 5945



Auszug aus der Jahresarbeit des Realschülers Rudolf Roth, für die er 1964 von der Realschule Babenhausen ausgezeichnet wurde:



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Baggersee liefert Kies über Umschlagbahnhöfe

Bevor ich nun den Bau des Autobahnabschnittes vom Hübner-Wald nach Rohrbrunn beschreibe, möchte ich vorher noch erwähnen, woher die riesigen Mengen Kies genommen wurden und was alles nötig war, um sie zu transportieren.

Die Schlagzeilen der Zeitungen lauteten damals: "Kies, Baustoff Nr. 1" oder "850 000 Tonnen Kies werden bei Mainaschaff ausgebaggert" und "3.000 Tonnen rollen jetzt täglich nach Hösbach".

Viele Mainaschaffer glaubten damals, dass das alles übertrieben sei, denn man konnte sich einfach nicht vorstellen, dass dort, wo vor wenigen Wochen noch geerntet wurde, nun eine solch riesige Kiesgrube entstehen sollte.

Aber die Zeitungen hatten nicht übertrieben. 1955, noch bevor man mit dem Bau der Mainbrücke begonnen hatte, kaufte das Autobahnamt 16 Hektar Land von Bauern aus Mainaschaff und Kleinostheim. Hinzugekauft wurde das Weißsche Kiesgrubengelände, das an das bereits gekaufte angrenzte, und 13 Hektar Land umfaßte. Das Baggerseegelände wuchs somit von 16 auf 29 Hektar. Davon sind heute 26 Hektar reine Wasserfläche. Das sind 260 000 Quadratmeter Wasser. Wollte man diese 260 000 Quadratmeter Wasser einzäunen, so müßte der Zaun rund 4,5 Kilometer lang sein.

Was in Mainaschaff ausgebaggert wurde, reicht für den Streckenabschnitt Stockstadt - Rohrbrunn. 850 000 Kubikmeter Kies wurden in Mainaschaff ausgebaggert, auf Züge verladen und nach Hösbach gefahren. Von dort aus wurde er mit Lastwagen zu den einzelnen Baustellen gebracht. Wollte man diese 850 000 Kubikmeter Kies auf einmal auf einen Zug verladen, so müßte dieser eine Länge von 312 Kilometern aufweisen. Das ist die Entfernung Frankfurt - Zürich (Luftlinie).

Das große Problem, das hier zum Vorschein kam, war der Transport des Kieses. Wollte man täglich 3 000 Tonnen mit Lastwagen nach Hösbach bringen, so wären die Straßen durch die 400 Autos, die täglich hin- und zurückfahren müßten, verstopft. Und so war man gezwungen, die Eisenbahn einzuschalten. Das Main-Echo schrieb im Juni 1955: " Die Züge fahren vier mal am Tage; um 8, 12, 16 und 20 Uhr. Die vier Stunden , die dazwischen liegen, sind nach folgendem Zeitplan fast bis auf die Minute genau ausgefüllt. Zwei Stunden dauert das Beladen in Mainaschaff, 25 Minuten die Hinfahrt, 50 Minuten das Entladen in Hösbach und 25 Minuten die Rückfahrt. Ein Zug entspricht der Transportleistung von 100 Lastwagen. Er hat 14 Wagen, wobei jeder mit 57 Tonnen beladen ist. Jeder Zug befördert also 750 Tonnen."

Bevor man den Kies ausbaggern konnte, mußten die Muttererde und der Abraum beiseite geschafft werden. Abraum ist eine etwa 40 Zentimeter dicke Schicht, die keine reine Muttererde mehr ist, aber auch noch keinen richtigen Kies aufweist. Damit die Muttererde nicht verloren ging, wurde sie links und rechts der Dämme zu kleinen Hügeln gehäuft und mit Gras bepflanzt. Nun konnte der Kies ausgebaggert und verladen werden. Zuvor hatte er aber noch einen weiten Weg zu machen.

Das Main-Echo schrieb im Herbst 1957: "Ein großer Teil westlich von Mainaschaff (am Baggersee) war mit einzelnen Gruben, die später zu einer großen Grube zusammenwuchsen, bedeckt. Räumfahrzeuge wühlten sich in die Erde, und Lastwagen brachten das Material zum Verladeplatz, dessen Bild von einer Batterie Silos bestimmt wurde.

Zwei Förderbänder kennzeichneten die Wege, die der Kies ging. Ein Förderband führte auf die Höhe eines Turmes, indem eine Wasch- und Siebanlage untergebracht war. Ein Sieb mit weitem Gitternetz sonderte zunächst die groben Geröllsteine aus; jedes der darunterliegenden Siebe wurde enger. Fünf Sorten Sand und Kies verließen die Anlage und türmten sich links und rechts zu fünf großen Bergen."


Die fünf Sorten:

Sand: a. Steine mit einem Durchmesser von 0 - 3 Millimeter
b. Steine mit einem Durchmesser von 3 - 7 Millimeter

Kies: a. Steine mit einem Durchmesser von 7 - 15 Millimeter
b. Steine mit einem Durchmesser von 15 - 30 Millimeter

Geröll: Steine mit einem Durchmesser über 30 Millimeter


Das Main-Echo schieb weiter:" Dieser Kies, gewaschen und gesiebt, wird benötigt für das Mischen mit Zement, zur Herstellung der Fahrbahndecke. Ein Kran besorgt das Verladen in sechs der zehn Silos. Die anderen vier Silos sind je zwei und zwei zu einer Gruppe zusammengefaßt. Sie nehmen das Baumaterial so auf, wie es aus der Erde kommt. Ungewaschen und unsortiert bringt ihn die zweite Förderanlage ohne den Weg über den Siebturm in die Silos. Das ist das Material für die Frostschutzunterlage, die 50 Zentimeter dick unter der Fahrbahnbefestigung liegt. Der Frostschutzkies wurde folgendermaßen verladen: "Die Silos standen breitbeinig (so konnte man sagen) über dem Bahngleis. Es waren mächtige Tonnen mit einer Höhe von sechs und einem Durchmesser von sieben Metern. Sie endeten unten mit einem Trichter, durch den das Baumaterial in den Wagen rutschte. Nun konnte der Transport des Kieses nach Hösbach beginnen. Dort fuhr der Zug auf eine Rmpe, die frei über einem Tiefbunker lag. Die Seitenwände der Spezialwaggons öffneten sich nach links und rechts und das Baumaterial fiel in die Tiefe. In der Sohle des Bunkers waren Schächte, durch die der Kies auf ein darunterlaufendes Förderband rollte. Am Ende des Förderbandtunnels wirft es das Baumaterial ins Freie und weiter geht das Spiel der Förderbänder. Der Kies wandert nun in Silos, oder türmt sich zu Bergen auf."

Von Hösbach wird das Baumaterial mit Autos zu den einzelnen Baustellen gebracht. Nur nach Waldaschaff hatte man eine Privatbahn gebaut. Es war eine Kleinbahn mit einer Spurweite von 90 Zentimetern.

Die Kiestransportbahnhöfe kosteten 1,73 Millionen DM. Für den Umschlagbahnhof der Kiestransporte, sowie für den Umschlag der sonstigen Deckenbaustoffe, wie Hartsplitt, Zement, Bitumen, Traß- und Baustahlgewebe wurden die Bahnhöfe Mainaschaff und Hösbach mit einem Kostenaufwand von 1 300 000 DM und 430 000 DM gebaut.

Insgesamt wurden auf diesen beiden Bahnhöfen 3,3 Kilometer Schienen und 10 Weichen verlegt.




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