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Ein "Masterplan" für den Gemeindewald - neue Forsteinrichtung in Mainaschaff angelaufen!


Grundlagenbegang Gemeindewald Mainaschaff
(von links): Förster Gerhard Eidenschink, Bauamtsleiter Thomas Kerz, Kämmerer Klaus Glaab, Geschäftsleitender Beamter Günter Zellmann, Bürgermeister Horst Engler, Forstsachverständiger Bernd Trunk und Vertreter der Forstverwaltung Berthold Ort, Joachim Kunkel und Armin Otter.

Die Bewirtschaftung des rd. 200 ha großen Gemeindewaldes erfolgt nachhaltig und naturnah auf der Grundlage eines Forstwirtschaftsplanes aus dem Jahr 1995. Dieser Plan ist Ende 2014 abgelaufen und muss erneuert werden. Zuständig hierfür ist das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Karlstadt, das den unabhängigen Forstsachverständigen Bernd Trunk aus Kirchzell mit der Neuerstellung der "Forsteinrichtung" beauftragt hat.

Forsteinrichtung ist der Fachbegriff für die langfristige Forstbetriebsplanung, die seit 1846 regelmäßig im Gemeindewald Mainaschaff durchgeführt wird. Die von Diplom-Fortwirt Trunk zu erstellende Planung ist bereits die Zehnte in dieser langen Zeitreihe!

Am Donnerstag, den 2. Juli fand der gemeinsame Grundlagenbegang statt. Vertreter der Forstverwaltung, Vertreter der Gemeinde, Bürgermeister Horst Engler mit Gemeindeförster Gerhard Eidenschink und der Forstsachverständige erörterten die Vorgehensweise, definierten die Ziele und besprachen die Maßnahmen zur Zielerreichung.

Es gilt, die vielfältigen Interessen der Gesellschaft, die Belange des Naturschutzes und die wirtschaftliche Holzproduktion bei der zukünftigen Waldbewirtschaftung "unter einen Hut zu bringen".

In den nächsten Wochen wird der Forstsachverständige seine Arbeit im Wald aufnehmen.
Zunächst werden in einem Rückblick die letzten zwei Jahrzehnte genau analysiert, um herauszufinden, welche Maßnahmen gelungen sind und welche Aufgaben noch weiter bearbeitet werden müssen.
Dann folgen intensive Datenerhebungen im Wald. Bei der "Forstinventur" wird der aktuelle Holzvorrat Baumartenweise erhoben, die erfolgreiche Waldverjüngung wird dokumentiert und der Holzzuwachs ermittelt.

Diese Arbeiten bilden schließlich die Grundlage für die vorausschauende Planung der nächsten 20 Jahre, die summarisch im neuen Hiebssatz zum Ausdruck kommt. Der Hiebssatz bestimmt die Holzmenge, die im Planungszeitraum geerntet werden soll, um die vereinbarten Ziele der Waldpflege und der Verjüngung unter Wahrung der Waldfunktionen erfolgreich und nachhaltig zu erreichen. "Nicht mehr nutzen als nachwächst", gilt dabei als wichtigster Grundsatz! Auch der Klimawandel muss angemessen berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse der Forsteinrichtung werden im "Forstwirtschaftsplan" dokumentiert. Für jeden Waldort werden die notwendigen Maßnahmen in einem "Revierbuch" beschrieben. Eine neue Karte der Waldbestände wird ebenfalls angefertigt. Erstmals werden alle Unterlagen auch digital erstellt und können im Computersystem der Gemeindeverwaltung abgespeichert werden.

Bereits im Herbst wird Herr Trunk die Ergebnisse seiner Arbeit auf dem sogenannten "Abnahmebegang" dem Gemeinderat und der Bürgerschaft vorstellen. Der neue "Masterplan" für den Gemeindewald soll 2016 in Kraft treten und bis 2035 gelten.

Wir dürfen gespannt sein, welche Ergebnisse die künftigen Arbeiten und Maßnahmen im Gemeindewald Mainaschaff bestimmen werden!

Armin Otter
Koordinierende Stelle für Forsteinrichtung
und Standorterkundung in Unterfranken



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